Was ist neu?

Was bedeutet Cloud oder on the Cloud?

Deey

- Premium Member -
In letzter Zeit lese ich mehr und mehr etwas von der Cloud und ich kann es irgendwie fast schon nicht mehr hören. Was versteht man überhaupt genau darunter? So wie ich es verstanden habe geht es um eigene Inhalt zukünftig irgendwo im Web zu hinterlegen oder nicht? Kann mir das jemand bitte mit eigenen Worten erklären?
 

develish

- Premium Member -
genau... inhalte werden im internet gespeichert und sind da immer verfügbar.. sei es musik (google, amazon, apple) oder dokumente (google, apple, evernote) oder sonstwas
 

Teerschrubber

- Premium Member -
Cloud

"im Internet gespeichert" trifft es nicht ganz. Vielmehr legt es jetzt die komplette IT-Branche darauf an, dass private und kommerzielle Anwender ihre Datenbestände in ein externes Rechenzentrum auslagern und über das Internet darauf zugreifen.

Für die meisten ist die "Cloud" nichts Neues: Der Mail-Server bei T-Online oder Web.de oder das Webhosting bei 1+1 oder Kolido wird schon jahrelang gerne genutzt.

Bei den Unternehmen tun sich die Cloud-Anbieter etwas schwerer. Die wollen ihre Datenbestände lieber im eigenen Haus behalten als sie irgendwohin und irgendwem extern anzuvertrauen, denn die Cloud-Idee hat gerade massive Rückschläge durch die Hacker-Angriffe auf Sony, Amazon oder Neckermann erlitten.

TeeSc
 

develish

- Premium Member -
Joah - ich hatte es nur allgemein verständlicher erklärt.. das internet speichert natürlich nicht ein byte ab - wie auch :)
 

develish

- Premium Member -
...wo das Internet doch auf eine CD passt.
in der ausbildung der Gefahrengutbeauftragte zu mir "Ich brauch Internet"..
ich "ok"
er "installieren sie es mir heute noch"
ich "ist ihre festplatte denn groß genug"
er empört "natürlich ist sie das diese festdings... der computer ist neu"
ich "joah dann mach ich mich mal an die arbeit, ne"

:D
 

thommy

- Premium Member -
Bei den Unternehmen tun sich die Cloud-Anbieter etwas schwerer. Die wollen ihre Datenbestände lieber im eigenen Haus behalten als sie irgendwohin und irgendwem extern anzuvertrauen, denn die Cloud-Idee hat gerade massive Rückschläge durch die Hacker-Angriffe auf Sony, Amazon oder Neckermann erlitten.

TeeSc
aber genau DAS problem ist ja in der cloud wesentlich kleiner.

clouds bestehen in aller regel aus serverclustern. wobei eine datei zerstückelt in tausend einzelteile durchaus auch auf vielen unterschiedlichen rechnern lagern kann.

die stärke der cloud besteht aber eigentlich darin, dass intensive rechenprozesse auf mehrere rechner verteilt werden kann - aber eben nur dann wenn man es braucht.

die nutzung von software aus der cloud (eben auch nur dann wenn man sie braucht) ist dagegen noch etwas zukunftsmusik. bei manchen bearbeitungen würden dazu solche derben leitungskapazitäten gebraucht, dass man das bei den meisten der herkömmlichen DSL-leitungen noch nicht rausholen kann.

beispiel: wenn man zum beispiel ein bild mit dem neuesten photoshop aus der cloud bearbeiten möchte, muss man das ja erst mal hochladen. bei wirklich hochauflösenden photos kann das dann bei einem 512er upload (den die meisten DSL-leitungen leider heute noch aufweisen) schon mal gleich ein paar stunden dauern.

viel spass im netz

thommy
 

Teerschrubber

- Premium Member -
die stärke der cloud besteht aber eigentlich darin, dass intensive rechenprozesse auf

Aber genau das ist doch die Vorgehensweise mit lokalen Datenbeständen. Die Hardware bildet keinen Engpass mehr, die ist in Relation zur Administration und SW-Entwicklung bald unbedeutend.

Was mich an der ganzen Cloud-Verkaufe so ärgert: Vor wenigen Jahren hieß es noch Green IT, Strom sparen, nachhaltig investieren.

Und Cloud heute? Da wird jede Photoshop-Datei rund um die Welt übertragen und auf mehreren Servern fragmentiert, als ob das keinen Strom kosten würde.

Frag nur mal einen Netzbetreiber, welche Signalisierungslast allein vom iPhone ausgeht - und deswegen muss man dieses Ding fast täglich aufladen. Ein altes Schulhof-Handy hält fast einen Monat ohne Nachladen durch.

So viel zum Thema Green IT und Schonung von Ressourcen.

TeeSc
 

thommy

- Premium Member -
Und Cloud heute? Da wird jede Photoshop-Datei rund um die Welt übertragen und auf mehreren Servern fragmentiert, als ob das keinen Strom kosten würde.
da muss ich physikalisch passen, denn es ist mir in der tat nicht klar, ob das strom kostet oder nicht.

ich kann mir aber gut vorstellen, dass die leitungskosten gleich bleiben, egal ob daten durchgeschickt werden oder nicht - also ähnlich wie beim telefon.

ich kann mich aber auch täuschen. wäre aber durchaus eine bemerkenswerte frage, wenn du recht haben solltest, die allerdings sicherlich auch wieder viele wenns uns abers aufwirft.

viel spass im netz

thommy
 

develish

- Premium Member -
sobald strom fließt wird er verbraucht... beim telefon (klingeldraht) wird das telefon ja durch den leitungsstrom betrieben... bei glasfaser wird licht (energie)übertragen und durch prozessoren wieder in strom an/aus umgewandelt... festplatten rotieren, RAM speicher refreshen... alles kostet strom in der elektronischen und elektrischen welt
 

thommy

- Premium Member -
sobald strom fließt wird er verbraucht... beim telefon (klingeldraht) wird das telefon ja durch den leitungsstrom betrieben... bei glasfaser wird licht (energie)übertragen und durch prozessoren wieder in strom an/aus umgewandelt... festplatten rotieren, RAM speicher refreshen... alles kostet strom in der elektronischen und elektrischen welt
also wie gesagt , ich bin kein physiker aber ich kann mir schlecht vorstellen, dass so ne leitung nur dann "unter strom gesetzt" wird wenn ein datenpaket geschickt wird.

vielmehr stell ich mir das so vor, dass da ein ständiger fluss ist, denn dann mit oder ohne datenpakete gleich viel braucht.

aber ich kann mich da natürlich auch irren.

viel spass im netz

thommy
 

Methusalem

- Premium Member -
Es werden doch laufend Daten über die Leitungen geschickt.
Mit der Box des Providers werden deine Daten rausgefiltert.
Über diverse Netzknoten werden die Daten zu dir geschickt und gleichzeitug zu Leuten / Firmen in Deiner Nähe.
 

Raptor

- Royal Clan Member -
Ich kann mir jetzt nicht 100% vorstellen dass da wesentlich mehr Resourcen verbraucht werden obwohl ich jetzt kein Experte bin. Der Cloudkram kommt ja jetzt mit Apple und ihrem Event richtig ins Rollen und sogar Leute die nie was von der Cloud hörten wissen nun innerhalb von wenigen Tagen was das so ungefähr ist, wobei ich bei Apple noch immer nicht so ganz raffe als was die das Cloud Zeugs verkaufen. Photoshop Daten verarbeiten, Projekte rendern usw. ok aber was ist das genau was Apple da macht?

Gerade heute auf Facebook habe ich gesehen dass zig Leute vom Apple Cloud Zeugs faseln und ganz aufgeregt waren aber irgendwie konnte mir keiner so 100% erklären weshalb diese grosse Aufregung bestand......vielleicht weiss einer von Euch mehr und kann mich da etwas erleuchten aber weshalb soll ich meine MP3s oder (Gott bewahre) eigene Dokumente inne Cloud laden? Um überall drauf zugreifen zu können oder was? bisher ging das bei mir seeeehr gut ohne.
 

mannymanny

- Premium Member -
die forcierung der speicherung der daten in der cloud kostet natürlich ne unmenge an strom. jede email und jede kleine datei, die auf einem server gespeichert wird, verbraucht strom.

die zig tausenden server, die dafür ans netzt gehen wachsen nicht an den bäumen und laufen auch nicht mit wasser. google oder amazon muss jeden tag eine unzahl an servern dazu stellen, damit wir S3, gmail oder google docs nutzen können.

es gibt auch tatsächlich berechnungen, was ne spammail an strom verbraucht und wie viele kraftwerke deshalb betrieben werden müssen.
 

pornoawm

- Premium Member -
Es gibt Leute die sind der Meinung das man Server garnicht kühlen müßte und er praktizierte das auch mit seinen Firmenservern die Abwärme hat er in die Heizung geleitet.

Er meinte wenn das alle so machen würden in D könnte man bei 4 Millionen Servern 5 Atomkraftwerke zumachen.
 

Marti

Neues Mitglied
also mit der abwärme so mancher rechenzentren könnte man schon so manchen winter durchkommen.
In London wird das schon praktiziert mit der Abwärme eine Rechencenters wir ein Wohngebiet beheizt. Hier ein etwas Älteres Beitrag darüber ;)

Im Rahmen eines Projektes soll in Großbritannien die Abwärme eines Rechenzentrums als Energiequelle für Wohnhäuser in der Umgebung genutzt werden.
Rechenzentrum als Energiequelle für Wohngebiet - Abwäme nutzen | TecChannel.de
 

mannymanny

- Premium Member -
leider läuft es halt normal genau umgekehrt.

bei fast jedem noch so kleinen serverraum ist ne klimaanlage notwendig um die temperatur flach zu halten. in einem kleinen raum treibt ja schon ein einzelner desktop die temperatur nach oben, bei nem rechenzentrum gehen da richtig fette summen in die kühlung. auch diese summen fließen dann wieder in die rechnung mit ein, was eine mail oder ein file in der cloud (an strom) kostet.

und green it war nie mehr als ne marketing nummer.
 

Marti

Neues Mitglied
leider läuft es halt normal genau umgekehrt.

bei fast jedem noch so kleinen serverraum ist ne klimaanlage notwendig um die temperatur flach zu halten. in einem kleinen raum treibt ja schon ein einzelner desktop die temperatur nach oben, bei nem rechenzentrum gehen da richtig fette summen in die kühlung. auch diese summen fließen dann wieder in die rechnung mit ein, was eine mail oder ein file in der cloud (an strom) kostet.

und green it war nie mehr als ne marketing nummer.
Ja das mag bei den ein oder Anderen Rechencenter sein. Aber wie du schon gesagt hast die Stromkosten sind bei solchen großen Rechencenter enorm und deswegen sind die Betreiber immer auf der suche nach Lösungen zum Stromsparen. Und schließlich liegt es auch an den User wo er seine Daten aufbewahren will und wenn der User sich auf die Suche nach "Green IT" Rechencenter macht findet er bestimmt das was er sucht.
 

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