Was ist neu?

Welche skurrilen Prämien die Griechen kassieren

Jarez

- Premium Member -
Bin im Handelsblatt gerade über diese skurrile Aufstellung gestolpert ...

- Bei der bereits teilprivatisierten Telefongesellschaft OTE: Zuschuss für Aufwärmung der Dienstfahrzeuge in Höhe von 25 Euro monatlich. Nach Angaben der Gewerkschaft am Montag wurde dieser Zuschuss abgeschafft. Die Angestellten fordern aber, dass er wieder eingeführt wird.

- Besonders kuriose Vergünstigungen bekommen die Lokführer der Staatsbahnen OSE, die ohnehin bis zu 7.000 Euro im Monat verdienen: sie bekommen eine Prämie für jeden gefahrenen Kilometer, und ihre freien Tage haben nicht 24 sondern 28 Stunden. Hinzu kommt ein Zuschuss für das Händewaschen in Höhe von 420 Euro monatlich. Dieses Geld bekam bislang fast ein Viertel der Angestellten, die auf Zügen arbeiteten.

- Bürger protestieren gegen den Sparkurs. Der ist aber nötig, wie auch folgendes Beispiel zeigt: Für Boten von Ministerien gibt es bislang in Griechenland einen Zuschuss von 290 Euro im Monat - wenn sie Akten tragen.

- In vielen griechischen Behörden bekommen Beschäftigte Zulagen für die Bedienung eines Fotokopiergerätes. Auch wer einen PC bedienen kann, bekommt dafür eine Prämie.

- Den Busfahrern der staatseigenen Athener Verkehrsbetriebe wird der Weg zur Arbeit und der Heimweg auf die Arbeitszeit angerechnet. Wer rechtzeitig seine Arbeit antritt, wird mit 310 Euro belohnt.

- Richter erhalten einen Bonus, wenn sie Fälle „schneller“ bearbeiten.

- Viele Bedienstete des griechischen Kulturministeriums bekommen eine „Bekleidungszulage“.

- Die Beschäftigten des Kernforschungszentrums „Dimokritos“ in Athen erhalten einen „Radioaktivitätszuschlag“.

- Die Zahnärzte der staatlichen Versicherungskasse IKA bekommen bislang eine Reisekostenpauschale, auch wenn sie ihre Praxis nie verlassen.

- Kassierer im Staatsdienst erhalten eine Zulage, damit sie nicht in die eigene Tasche greifen müssen, wenn in der Kasse etwas fehlt.

- Staatsbedienstete bekommen eine Prämie, wenn sie „rechtzeitig“ zum Dienst erscheinen – was nicht unbedingt bedeutet, dass sie „pünktlich“ sein müssen.

Hier der Link:

Staatsbetriebe und Behöden: Welche skurrilen Prämien die Griechen kassieren

Da kann man sich als Steuerzahler schon ein wenig ärgern, wenn man das so finanzieren soll und das Geld dort versickert bzw. verschleudert wird.

Dem kleinen Mann (auch in Griechenland) wird das Fell über die Ohren gezogen und immer mehr Geld abgeknöpft, kein Wunder dass Athen brennt.
 

pornoawm

- Premium Member -
Ja und die bonner Beamten bekommen immer noch jeden Flug bezahlt dazu diverse Zulagen. Obwohl die Firma schon 20 Jahre in Berlin ist. Bei jeder privaten Firma gäbe es sowas gerade mal höchstens für ein paar Monate bei einem Firmenumzug. Unsere Beamten Pensionäre bekommen eine 13zente Penison wovon Rentner nur träumen können obwohl die niemals irgendwo auch nur was eingezahlt haben.

Und was weiß ich es noch alles so gibt an perversen Zulagen für Bedienstete der Öffentlichkeit und des Beamtentums.

Nicht nur in Griechenland gibt es pervers komische Zulagen.
 

john-smith

- Premium Member -
arme griechen ...

als krankenkassenmanager gehts einem da besser ;) nutten frei haus was will man(n) mehr :D
 

Der_Paul

- Premium Member -
Also fest steht, dass es jenseits der Stammtisch-Parolen für das normale Volk bereits jetzt viel Elend gibt. Das dort einiges im Argen liegt, darin besteht kein Zweifel. Die Arbeitslosenqoute liegt dank Sparpolitik bereits bei über 25% und es gibt dort keine gemütliche, soziale Hängematte, wie wir sie kennen. Keine Sozialhilfe, kein Hartz 4. Die Griechen bräuchten endlich eine vernünftige Regierung, die dort durchgreift und Korruption bekämpft und den Laden organisatorisch auf Vordermann bringt, was sicher eine Herkulesaufgabe sein dürfte. Hier wurde Jahre,um nicht zu sagen Jahrzehnte viel falsch gemacht und alle haben zugesehen und fleißig Kredite vergeben. Von dem Geld kam unten NICHTS an. Wer das jetzt ausbaden muss ist doch klar: die kleinen Leute dort. Wir hier in DE brauchen doch nicht zu jammern. Wir leben hier wie die Maden im Speck und egal ob nun 80 Millarden weg sind oder nicht, davon wird man hier als normaler Bürger NICHTS merken.
 

thommy

- Premium Member -
Also fest steht, dass es jenseits der Stammtisch-Parolen für das normale Volk bereits jetzt viel Elend gibt. Das dort einiges im Argen liegt, darin besteht kein Zweifel. Die Arbeitslosenqoute liegt dank Sparpolitik bereits bei über 25% und es gibt dort keine gemütliche, soziale Hängematte, wie wir sie kennen. Keine Sozialhilfe, kein Hartz 4. Die Griechen bräuchten endlich eine vernünftige Regierung, die dort durchgreift und Korruption bekämpft und den Laden organisatorisch auf Vordermann bringt, was sicher eine Herkulesaufgabe sein dürfte. Hier wurde Jahre,um nicht zu sagen Jahrzehnte viel falsch gemacht und alle haben zugesehen und fleißig Kredite vergeben. Von dem Geld kam unten NICHTS an. Wer das jetzt ausbaden muss ist doch klar: die kleinen Leute dort. Wir hier in DE brauchen doch nicht zu jammern. Wir leben hier wie die Maden im Speck und egal ob nun 80 Millarden weg sind oder nicht, davon wird man hier als normaler Bürger NICHTS merken.
das ist leider gottes die krasse wahrheit.
die kleinen leute kann man dafür nicht verantwortlich machen, denn die wurden mit solchen kleinen erlaubten schiebereien (ohne die ein normale leben da gar nicht möglich wäre) einfach mundtot gemacht um von den wirklich grossen mafiastrukturen abzulenken. das ist ja die crux mit der die griechen das alles über jahrzehnte machen konnten, denn die haben sich irgendwie alle mit ins boot geholt und dadurch wäre jeder der laut geschrieben hätte selbst kastriert worden.

steuerfreiheit für reder, einen beamtenapparat mit leuten die nicht mal ne aufgabe haben, verhinderung von selbstständigkeit durch "konkurrenzschutz" - DAS sind die probleme die ALLE UND AUSSCHLIESSLICH auf vetternwirtschaft basieren.
ich persönlich halte die sparauflagen der EU auch für völlig daneben, weil sie die binnenwirtschaft killen.
hier sollte vielmehr geld in die hand genommen werden um monopole auszuhebeln und eine natürlich konkurrenz zu schaffen, die wiederum den markt belebt und leistung neu definiert.

aber selbst WENN da einer käme, der das alles abstellen will, wäre da eine verfassungsänderung nötig. in der selben verfassung steht aber geschrieben dass eine neue regierung gar keine verfassungsänderungen machen darf.
ein teufelskreislauf also der nur mit anarchie zu beenden wäre.

viel spass im netz

thommy
 

Globi

- Premium Member -
ist eh ein witz das ganze, wozu eine europaeische einheit, wenns dann am schluss wenns hart auf hart kommt doch keine mehr ist, und ein land einfach wieder rausgeschmissen wird, oder der euro wieder zu drachme wird ???

im grunde ein witz was die politiker da seit jahren alle 3 monate neu diskutieren, es geht nur immer von krise zur naechsten, anstelle da einfach mal etwas gefixt wird, und das land wieder richtig funtionieren kann.
wie sollen die armen schweine denn schulden bezahlen, wenn man die ganze wirtschaft zerstoert und immer mehr arbeitslos werden?
nichtmal mehr der grieche kauft was beim griechen, weil sie alle kein geld haben, oder alles zu teuer wird.

komischerweise schmeissen sie allen fluechtlingen das geld hinterher, die duerfen sogar wunschlisten machen was sie gerne essen moechten. aber einem europaerer der dazugehoert wird nicht geholfen. wozu ist dann der ganze union scheiss ???
 

thommy

- Premium Member -
ist eh ein witz das ganze, wozu eine europaeische einheit, wenns dann am schluss wenns hart auf hart kommt doch keine mehr ist, und ein land einfach wieder rausgeschmissen wird, oder der euro wieder zu drachme wird ???

im grunde ein witz was die politiker da seit jahren alle 3 monate neu diskutieren, es geht nur immer von krise zur naechsten, anstelle da einfach mal etwas gefixt wird, und das land wieder richtig funtionieren kann.
wie sollen die armen schweine denn schulden bezahlen, wenn man die ganze wirtschaft zerstoert und immer mehr arbeitslos werden?
nichtmal mehr der grieche kauft was beim griechen, weil sie alle kein geld haben, oder alles zu teuer wird.

komischerweise schmeissen sie allen fluechtlingen das geld hinterher, die duerfen sogar wunschlisten machen was sie gerne essen moechten. aber einem europaerer der dazugehoert wird nicht geholfen. wozu ist dann der ganze union scheiss ???
das ist doch das selbe wie die bankenrettung.

wozu hat man banken gerettet ? doch eigentlich nur weil man UNTERSTELLT hat, dass die hausbseitzen nicht zahlen werden (was auch sehr wahrscheinlich war, weil man jedem hans und franz geld gegeben hat).
das resultat war: die banken wurden gerettet, den hausbesitzern wurden die häuser abgenommen und dadurch entstand ein preisverfall der grösser gar nicht sein kann.

hätte der staat anstatt der banken, die häuslesbauer unterstützt, wären die banken auch nicht zu retten gewesen, weil die schulden bedient würden. und dann wären die hausbesitzer halt mieter geworden oder hätten eben bis zum st. nimmerleinstag abbezahlt.

wäre alles billiger, sinnvoller und sozialer gewesen es so rum zu machen - aber nein man hat genau DAS getan was die banken wollten und die haben damit am ende einen riesen reibach gemacht.

seit jahrzehnten erzählen uns die politiker, dass entwicklungshilfe kein rausgeschmisenes geld ist, weil damit wohlstand und konsum (also neue kunden die auch kaufen können) gefördert wird. das leuchtet mir auch weitgehendst ein - aber WARUM sieht man das in griechenland nicht ähnlich ?

klar, das problem ist hier, dass sich nichts da ändern wird, wenn man einfach nur die wehwehchen heilt aber die vorschläge der EU greifen ja gerade NICHT diejenigen an, die das land in den ruin geführt haben sondern nur diejenigen die ihrer regierung geglaubt hat (also das was sich alle regierungen wünschen).

ich habe zu diesem thema einen sehr schönen kommentarartikel gefunden unter der überschrift:

Wer das Böse verbietet, landet in der Diktatur

Wer glaubt, das Böse in der Welt per Gesetz nicht nur einhegen zu können, sondern gleich ganz verbieten zu können, kommt am Ende bei einer Erziehungsdiktatur an. Wie überhaupt ein von-der-Leyenscher Rigorismus sich zunehmend dieser Bundesregierung zu bemächtigen scheint.
Vom Grundrechte gefährdenden wenngleich nahezu wirkungslosen Anti-Porno-Furor der Familienministerin bis zu den übergriffigen Ausfällen des Finanzministers gegenüber unseren europäischen Nachbarn wird zunehmend das Heil in wohlfeiler Deklamation absolut-moralischer Positionen gesucht. Angesichts ihres materiellen Scheiterns bei nahezu allen selbst gesetzten Reformzielen – von den anderen gar nicht erst zu reden – geht diese große Koalition auf immer mehr Feldern zur Wirklichkeitsbeschimpfung in Gesetzesform über. Auf breiter Front gewinnen Eiferer die Oberhand. Deren Politik ist waffenscheinpflichtig – und nicht das Verhalten harmloser Freizeitsportler. Es wird Zeit, dass der Wähler Gelegenheit bekommt, diesem irisierenden Lehrlaufhandeln ein Ende zu bereiten.
hier gibts den ganzen artikel zum lesen - und der ist, wenn man bedenkt dass er in der WELT steht, doch sehr bemerkenswert wahr.

viel spass im netz

thommy
 

Jarez

- Premium Member -
Ich finde es schlimm, das immer im allgemeinen über die Griechen geschimpft wird. An deren Stelle möchte ich persönlich nicht sein. Sicher geht es so manch einem richtig gut, aber die normalen Bürger werden bald um die nackte Existenz kämpfen.

Der kleine Mann darf doch immer wieder alles ausbaden und das Geld was die Griechen angeblich verschleudern, kam doch nie bei denen an. Das Land wird so niemals aus dem Elend kommen, wenn mehr als 3/4 des Geldes im Finanzsektor verschwindet und es nichts weiter als eine versteckte Sanierung der Banken und Versicherungen ist.

Zitat aus nachfolgender Quelle: Griechenland-"Rettung": 77 Prozent flossen in Finanzsektor

Quelle: www.attac.de  Griechenland-"Rettung": 77 Prozent flossen in Finanzsektor

Für mich ist die Idee des einigen Europa gescheitert, obwohl diese wirklich gut war.
 

Jarez

- Premium Member -
Das was bei den Griechen passiert ist doch ein wenig wie bei einem Drogenabhängigen. Erst wird er mit ein wenig schnellem und billigem Geld geködert, dann noch ein wenig mehr und jetzt sind sie an dem Punkt, wo sie alles Staatliche verkaufen sollen. Was kommt aber dann, wenn alle Häfen etc. verkauft wurden und sie nichts mehr haben zum versilbern, um die Schulden zu bedienen.
 

thommy

- Premium Member -
Das was bei den Griechen passiert ist doch ein wenig wie bei einem Drogenabhängigen. Erst wird er mit ein wenig schnellem und billigem Geld geködert, dann noch ein wenig mehr und jetzt sind sie an dem Punkt, wo sie alles Staatliche verkaufen sollen. Was kommt aber dann, wenn alle Häfen etc. verkauft wurden und sie nichts mehr haben zum versilbern, um die Schulden zu bedienen.
naja - also das mit dem verkauf von staatseigentum, wie z.b. hafenanlagen (was im grunde kein verkauf sondern eine verpachtung ist, weil man wasser nicht verkaufen kann wie grund und boden) ist gar keine so schlechte idee, denn die dinger bringen kein geld, sie kosten geld, weil der griechische beamtenapparat sich daran labt.

staatsbetriebe haben noch nirgendwo geld in die kasse gespült sondern sind der hort der vetternwirtschaft.

die nummer dort ist so verfahren, dass man das ganze staatsgebilde in sack und asche hauen müsste, was ber nicht passieren wird weil die lobby zu stark ist.

lies einfach mal deinen eingangsthread GENAU durch, dann stellst du fest, dass all der wahnsinn ausschliesslich bei staatlichen behörden stattfindet und deshalb müssen sie weg auch wenn das nicht die schnelle wende bringen wird, weil dann ja immer noch die selben heinies dort sitzen werden.

deutschland hatte ja ähnliche probleme. die bahn, die post, die lufthansa - alles das waren staatsbetribe, die vor ihrer privatisierung reine geldverbrennungsmaschinen waren und durch ihre monopolstellung auch keinerlei konkurrenz zu befürchten hatten. diese beamtenstrukturen sind heute noch spürbar - denken wir einfach mal an die telekom, die ja früher mal "die post" war.

lies mal DIESEN ARTIKEL, dann wird klar wo die kernprobleme dieses landes liegen.
die sind weder mit geld noch mit sparauflagen in den griff zu kriegen, sondern nur mit einer drastischen änderung des systems.

viel spass im netz

thommy
 

Jarez

- Premium Member -
lies mal DIESEN ARTIKEL, dann wird klar wo die kernprobleme dieses landes liegen. die sind weder mit geld noch mit sparauflagen in den griff zu kriegen, sondern nur mit einer drastischen änderung des systems.
Wenn das in dem Artikel alles so stimmt, dann hast du recht, da kannst du Geld rein pumpen wie du willst und es wird nichts passieren.
 

Globi

- Premium Member -
was ich mich auch noch frage, nun ist das grosse drama um griechenland, nicht weit davon liegen aber noch x andere, wie portugal, spanien, italien ....
wartet man dort jetzt einfach darauf bis es auch knallt, und macht dann mit jedem land nacheinander die selbe show?
oder denkt da mal einer daran bevor es da auch den grossen knall giebt?

da funktioniert doch grundsaetzlich etwas nicht, wenn da einer nach dem anderen abstuerzt.
 

Schmutziger alter Mann

- Premium Member -
Es soll doch auch knallen. Erst nimmt man den Mitgliedstaaten all ihre Rechte, dann lässt man sie pleite gehen und hat somit alle in der Hand. Wessen Hand das ist, das werden wir ja sehr bald sehen. Die EU wurde jedenfalls nicht gemacht um es besser zu machen.
Für "die" sind wir alle Terroristen, die haben Angst vor uns und die brauchen nicht so viele von uns, um es sich gut gehen zu lassen. Und "die" sind ganz bestimmt nicht daran interessiert, das es uns gut geht. Denn wären wir nicht arm, dann wären die nicht reich und umgekehrt.
 
Oben